AstronomischeNachtNov2010
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Astronomische Nacht am Windeck-Gymnasium 19.Nov.2010
 

Zu einer astronomischen Nacht hatte die Astronomie-AG und das Windeck-Ensemble in Zusammenarbeit mit den Bühler Sternguckern die Bevölkerung zum Thema "der Mond" eingeladen.



Etwa 100 Gäste konnte der Leiter der  Astronomie-AG begrüßen. Besonders willkommen hieß er den Direktor des Gymnasiums sowie den Vorstand der Bühler Sterngucker. Die Mensa des Windeck-Gymnasiums war mit Bildern des Sternenhimmels und astronomischen Geräten der Bühler Sterngucker versehen worden. Bevor Bernhard Schorpp mit seinen Ausführungen über den Mond begann, stimmte das Windeck-Ensemble - Der Chor 13 - die Gäste musikalisch mit dem Volkslied "Der Mond ist aufgegangen" ein.

Herr Schorpp begann mit seinen Ausführungen, daß der Mond sich in eliptischer Weise um die Erde sowie auch um die Sonne bewegt. Schüler der Astronomie-AG bewiesen dieses mit verschiedenen Modellen. Der Mond srahlt nicht selbst, sondern wirft die Reflexion der Sonne auf die Erde.  Die verschiedenen Mondphasen des zu- und abnehmenden Mondes wurden über mehrere Mondgestelle den Besuchern gezeigt.



Die Umlaufbahn des Mondes ist elipsenförmig, dadurch verändert sich auch der Abstand zur Erde. Am erdnächsten Punkt ist der Mond um 10 % näher als am entferntesten Punkt. Der Mond braucht 27,23 Erdentage für eine Rotation um die Erde. Dadurch wendet der Mond immer wieder die gleiche Seite der Erde zu. Das Windeck-Esemble -Der Chor 13- brachte mit Mond-River eine Melodie aus dem 18. Jahrhundert. Vereinzelte Schüler der  Astronomie-AG  wiesen auf einige Daten des Mondes hin. Der Mond hat eine sehr dünne Atmosphäre mit einer Gesamtmasse von etwa 100 000 kg. Die Schwerkraft des Mondes beträgt nur ein Sechstel jener auf der Erde. Die mittlere Entfernung beträgt 384400 km. Der Durchmesser des Mondes beträgt 3476 km. Mit dem Musikstück "Tierkreiszeichen Krebs- Mond- wurde der Zuhörer in die Welt der neuen Musik geführt. Über die Entstehungsgeschichte des  Mondes weiß man nichts genaues, Die meisten Astronomen akzeptieren heute jedoch die Kollisionstheorie. Obwohl der Mond viel kleiner ist als die Erde, übt seine Schwerkraft doch einen Einfluß auf die Erde aus. Am deutlichsten wird dieser auf der de Mond zugewandten Seite der Erde, Zum Beispiel wird Meerwasser vom Mond angezogen. Die Schwerkraft des Mondes überwindet daher die Trägheit des Wassers - also die Tendenz, an Ort und Stelle zu bleiben - und erzeugt auf der Erde einen Flutberg. Auf der entgegengesetzte Seite der Erde ist die Trägheit des Wassers größer. Hier entsteht ein zweiter Flutberg.  Während sich die Erde dreht, wandern die beiden  Flutberhge über die Erdoberfläche und bedingen zyklische Veränderungen auf der Meeresspiegelhöhe.

Dieses wird auch Gezeiten genannt. Der Zeitpunkt der Flut ändert sich dabei mit der Stellung des Mondes am Himmel. Die Höhe der Flut hängt von den Mondphasen ab, aber auch von der örtlichen Topographie. In flachen Buchten ist ein gewaltiger Tidenhub möglich.

Die Amerikaner landeten am 20. Juli 1969 erstmals auf dem Mond. Als 1. Astronaut setzte Neil Armstrong und dann Buzz Aldrin seinen Fuß auf den Mond. Der Ausspruch, den Neil Armstrong sprach, ging rund um die Welt. Michael Collins umrundete mit dem Mutterschiff den Mond. Der Mond und seine Phasen waren in früheren Kulturen schon immer wichtig. Man gab dann auch einen Mondkalener heraus, aus dem ersichtlich ist, wie die Pfanzen begossen, gesetzt und bewässert werden sollen. Heute und Morgen ist eine Bewässerung für die Wurzeln günstig. Auch für andere Belange ist die Stellung des Mondes wichtig. 5 Grad neigt er sich zu seiner Achse. Mit dem Lied "Oh  Moon" von K. Weill beendete  das Windeck-Gymnasium - Der Chor 13-  sein Programm.
 

  
Dr. Werner Löhle stellte hierauf den mitwirkenden Verein der "Bühl Sterngucker" vor, der im Januar 2005 gegründet wurde und heute 35 Miglieder hat. Im Jahre 2008 wurde der Planetenweg eröffnet. Der Verein hat im Jahr etwa 12 öffentliche Beobachtungssabende, zweiwöchentlich einen Stammtisch und beobachtet regelmäßig Sterne, Planeten und Galaxien. Der Verein hat es sich auch auf die Fahne geschrieben in den Schulen oder sonst wo tätig zu werden. Man vereinbart zwischendurch auch telefonisch Termine, um auf den Aussichtplätzen der Bühler Sterngucker Gestirne zu beobachten und zu fotografieren. Unter Tags werden mit Filter vor den Telekopen auch die Sonne bzw. Sonnenflecken beobachtet.

Christoph Schulten hielt noch einen DIA-Vortrag vom beobachtbaren Universum über Planeten, Galaxien, Mehrfachsterne und Sternenhaufen ab. Dem Publikum wurde dann noch Gelegenheit gegeben, den Sternenhimmel über das Teleskop des Windeckgymnasiums anzusehen. Kurzzeitig riß die Wolkendecke auf, so dass man den Mond und Jupiter sehen konnte.         


Herbert Jörger

Schriftführer der Bühler Sterngucker